Sabine Hellmuth

Mundwerkzeuge vom Gemeinen Holzbock (Ixodes ricinus) ­čĽĚ´ŞĆ
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Zecken verf├╝gen ├╝ber einen hochausgebildeten Stech- und Saugapparat. Ich gehe bei dieser Beschreibung jetzt vom Gemeinen Holzbock aus, der zu den langr├╝ssligen Tieren (Prostriata) z├Ąhlt. Zun├Ąchst schneidet sie mit ihren Cheliceren ein Loch in die Haut. Um dann das Herausrutschen zu vermeiden, f├╝hrt sie ihr mit vielen Widerhacken besetztes Hypostom in die Haut ein. Nach dem Einstich gibt die Zecke ein Sektret ab, das vier Funktionen hat:
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1. Gerinnungshemmer: guter Blutfluss und somit erfolgreicher Saugvorgang erm├Âglicht
2. Bet├Ąubungsmittel: da das Hypostom relativ gro├č ist, w├╝rde der Stich ohne Bet├Ąubung bemerkt werden.
3. Entz├╝ndungshemmer: w├Ąhrend des langen Saugvorganges wird eine Entz├╝ndung der Wunde verhindert
4. Klebstoff f├╝r die Pedipalpen und Wundverschlie├čung.
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Der Holzbock dringt mit seinem Hypostom allerdings nicht die Kapillare ein, sondern ern├Ąhrt sich von Lymphfl├╝ssigkeit.
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Die am Hypostom angeordneten Pedipalpen k├Ânnen w├Ąhrend des Saugvorganges umgeklappt werden, liegen direkt auf der Haut des Wirtes und werden durch das Sekret des Hypostoms (klebrigen Masse) festgehallten.

Wenn sie dann fertig sind, lassen sie sich einfach abfallen.
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­čôŹ Fund: Solingen
­čŚô´ŞĆ 14.08.2018

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@science_based

#motic30years mandibles of a tick (Ixodes ricinus)

@science_based

@mikrohiker Danke :) ja ich hab einfach mal ein bisschen herum probiert

@mikrohiker

Sehr sch├Âne Bilder ! Und umfangreiches Hintergrund-Wissen dazu, cool. Hast Du mit schiefer Beleuchtung experimentiert ? Sieht sehr gut aus !

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